Nierenfleck-Zipfelfalter

Nierenfleck-Zipfelfalter
Der Nierenfleck bzw. genauer Nierenfleck-Zipfelfalter (Thecla betulae) gehört zu den Tagfalterarten die man nur selten zu Gesicht bekommt, die aber regelmäßig in Gärten vorkommen und sich hier auch erfolgreich fortpflanzen. Wenn man einen Falter dieser Art mit ihren markanten orangenen Flügelunterseiten und braunen Flügeloberseiten sieht, sind es meistens die größeren Weibchen die durch ihre nierenförmigen, orangenen Flecken auf den ansonsten dunkelbraunen Vorderflügeln der Art ihren Namen gegeben haben.
Weibchen des Nierenfleck-Zipfelfalters an einem Apfelbaum

Die Falter kommen in ganz Deutschland vor, ihre Flugzeit erstreckt sich in der Regel und je nach Region von Juli bis in den September bzw. Oktober. Beobachtet habe ich die Falter hier im südöstlichen Niedersachsen meist um Mitte August bis Mitte September. Ihre Eier legen sie in Gärten gerne an Pflaumen (Zwetgsche, Reneklode, Mirabelle u.a.) oder Kirschen ab, ansonsten ist die Schlehe wohl die bedeutenste Eiablagepflanze. Da die Art im Eistadium überwintert, werden die Eier nicht an den Blättern abgelegt sondern an den Ästen, meist in Astgabeln oder Knospen junger Zweige. Meist werden zur Sonnenseite ausgerichtete Zweige im unteren Bereich der Bäume zur Eiablage genutzt.

Ei des Nierenfleck-Zipfelfalters an einem jungen Renekloden-Baum (zum Vergrößern anklicken)

Die Raupen schlüpfen im April/Mai, fressen an den Blättern des Eiablagebaums und verpuppen sich auch hier. Die Falter halten sich meistens dicht an Gehölzen auf und sind daher schwer zu entdecken, am besten bekommt man sie zu Gesicht wenn sie zum Nektarsaugen Blüten besuchen. Hierfür nehmen die Falter eigentlich alles an, was im Spätsommer noch blüht, z.B. Goldrute, Gewöhnlicher Dost oder Sommerflieder. ...

Nektarquellen im Präriegarten
Gartentipp Schmetterlingsspirale

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