Nektarquellen im Präriegarten

Nektarquellen im Präriegarten
Ein Meer von Blüten und blühenden Gräsern verzaubern den Garten im August und lockt Schmetterlinge in Scharen an.

​Eine beliebte Alternative zu einem Naturgarten mit einheimischen Pflanzen ist ein Präriegarten, der mit europäischen Stauden und Präriestauden bepflanzt wird.

Ein solcher Garten ist zuallererst eine sehr attraktive Nektartankstelle, die viele Falter anlockt. Bietet man zusätzlich für verschiedene Arten geeignete Larvalhabitate und Wirtspflanzen, so ergibt sich eine wunderbare Kombination für die Falter und das noch nicht so an Naturgärten gewöhnte Auge. 

Die Wildpflanzen aus der Prärie blühen im Juli: Sonnenhut (Echinacea pallida), Prachtscharte (Liatris spicata) und Indianernesseln (Monarden).

Ein Präriegarten ähnelt im Stil einem Naturgarten. Allerdings gibt es einen großen Unterschied: die Stauden und Gräser, die in so einem Garten wachsen, kommen ursprünglich aus den nordamerikanischen Prärien. Für so eine Pflanzung werden tiefwurzelnde und langlebige Pflanzen, die besonders an Hitze angepasst sind, verwendet. Es sind die sogenannten Warm-Season-Pflanzen, die im Hochsommer ihre Hauptblüte haben. Der Gegensatz zu naturnahen Gärten liegt darin, dass dort unsere europäischen Cool-Season-Pflanzen wachsen. Dieser Umstand verlängert die Blütezeit in einem Garten enorm. In einem Präriegarten blüht es bei geschickter Planung von März bis November.

In einem Präriegarten wird weder gewässert noch gedüngt. Das ist sehr ökologisch. Die meisten Arten der Pflanzen sind zwar bei uns nicht heimisch, aber etliche wurden schon vor mehr als 100 Jahren bei uns eingeführt. Oder wussten Sie dass Stauden wie Phlox, Astern, Echinacea, Rudbeckia oder Monarden aus der Prärie stammen?

Ein Meer aus Gräsern und Wildstauden der Prärie: Mexikanisches Federgras (Stipa tenuissima), Amerikanische Bergminzen (Pycanthemum tenufolium und - multicam) Duftnessel Black Adder (Agastache) und Sonnenhut (Echinacea pallida).

Präriestauden sind sehr widerstandsfähig, langlebig, blühfreudig, großblumig und farbintensiv.

Präriestauden der unterschiedlichen Prärien wachsen auf sehr fruchtbarem Boden, da seit tausenden von Jahren im Schnitt alle 5 Jahre Flächenbrände entstehen. Dadurch haben die Stauden und Gräser Wurzeln entwickelt, die tief ins Erdreich hinabreichen. Nach den Bränden schlagen sie wieder aus. Wer einen eher trockenen, nährstoffärmeren Boden hat, kann Pflanzen aus der Mischgras- oder Kurzgrasprärie nehmen. Wer einen sehr fruchtbaren Boden im Garten hat, kann auf Stauden und Gräsern der Hochgrasprärie zurückgreifen.

Der Riesen-Schuppenkopf (Cephalaria gigantea) aus dem Mittelmeerraum fügt sich wundervoll mit einer Höhe von 2 Metern in einen Präriegarten ein. Er schwebt mit seinen großen Blüten über der Pflanzung.

Ein Präriegarten ist eine tolle Pflanzengemeinschaft in der viele Schmetterlinge und andere Insekten, Vögel und Kleintiere Nahrung und Unterschlupf finden und auch überwintern können.

Je mehr Platz ich für einen Präriegarten habe, desto besser wird das Ergebnis. Man kann aber auch auf kleineren Flächen schon ein Präriebeet anlegen. es sollte aber mindestens 25 m2 haben. Wenn ich also eine große, pflegeaufwendige Rasenfläche habe, die für unsere Falter keinen Nektar hergeben, kann ich wunderbar ein Präriebeet anlegen.

Mehr über Praeriegärten findet ihr hier!

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In Kombination mit einem Präriegarten können folgende Konzepte gut verwendet werden, um den vielen angelockten Faltern auch einen Lebensraum als Raupe zu bieten:

Wir locken den Schwalbenschwanz in unseren Garten!

​Der Schwalbenschwanz, Papilio machaon, gehört zu den imposantesten Schmetterlingen in unseren Breiten und er ist auch einer der bekanntesten. Das schöne Tier ist ein beliebtes Motiv in der Werbung und gibt man einfach nur Schmetterling ein, so erhält man bei der Suche im Internet gleich eine ganze Sammlung von Bildern des Schwalbenschwanzes. Der S...
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Ein Herz für "Brennnesselfalter"

Die meisten Gartenfreunde - selbst Naturgartenfreunde - mögen die Brennnessel nicht sonderlich. Zum einen weiß der Naturgartenfreund, dass die Brennnessel ein Stickstoffzeiger ist und Flächen, auf denen die Brennnessel wächst, sind niemals blütenreich. Zum anderen brennen die Brennnesseln und bringen sich dadurch oft unangenehm in Erinnerung. Wären...
http://faltergarten.de/blog/ein-herz-fuer-brennnesselfalter.html

Wir locken den Kleinen Feuerfalter in unseren Garten!

Der Kleine Feuerfalter ist recht klein, doch mit seinen feurigen Farben können wir ihn dennoch zu den auffälligeren Faltern zählen. Auch in kleineren Gärten kann er einen ständigen Lebensraum finden - daher wollen wird die Art hier im Rahmen der Serie
http://faltergarten.de/blog/wir-locken-den-kleinen-feuerfalter-in-unseren-garten.html

Gartentipp Schmetterlingsspirale

Speis und Trank für Raupen und SchmetterlingeFür Gartenbesitzer, die bei sich zuhause Schmetterlinge erleben wollen, habe ich eine Schmetterlingsspirale entworfen. Gebaut wird sie wie eine normale Kräuterspirale, bepflanzt aber mit Hornklee sowie weiteren Saug- und Wirtspflanzen.Die Zusammenstellung enthält einerseits Raupen-Nahrungspflanzen, an de...
http://faltergarten.de/blog/gartentipp-schmetterlingsspirale.html
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